{"id":763,"date":"2010-02-08T20:48:13","date_gmt":"2010-02-08T19:48:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ideas4hotels.com\/blog\/?p=763"},"modified":"2012-10-02T22:19:49","modified_gmt":"2012-10-02T20:19:49","slug":"die-brezn-aus-meiner-langjaehrigen-bayerischen-heimat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ideas4hotels.com\/blog\/2010\/die-brezn-aus-meiner-langjaehrigen-bayerischen-heimat","title":{"rendered":"Die Brezn aus meiner langj\u00e4hrigen bayerischen Heimat"},"content":{"rendered":"<p>Die verschlungene Form entstand vermutlich aus antiken Kranzbroten, denn die Brezel hatte in katholischen Kl\u00f6stern eine gro\u00dfe Bedeutung als Fastenspeise.<\/p>\n<p>Eine <strong>Legende<\/strong> schreibt die Erfindung einem italienischen M\u00f6nch zu, der im 7. Jahrhundert auf die Idee kam, besonders flei\u00dfige und fromme Sch\u00fcler mit einem Geb\u00e4ck zu belohnen, dessen verschlungene Form an die damals \u00fcbliche Gebetshaltung erinnerte, n\u00e4mlich vor der Brust gekreuzte Arme.<\/p>\n<p>Diese <strong>Geschichte<\/strong> wird besonders in S\u00fcddeutschland heftig bezweifelt, denn sowohl die Schwaben als auch die Bayern sehen sich als die wahren Erfinder.<\/p>\n<p>Einer <strong>Sage<\/strong> nach wurde die Breze von einem schw\u00e4bischen B\u00e4cker aus Urach \u201eerfunden\u201c, der damit sein Leben retten konnte. Er war bei seinem Landesherrn in Ungnade gefallen und wegen eines Vergehens zum Tode verurteilt worden. Da der B\u00e4cker aber immer gute Dienste geleistet hatte, sollte er noch eine Chance bekommen. Der Graf forderte ihn auf ein Brot zu backen \u201edurch das die Sonne dreimal scheint\u201c. Der B\u00e4cker machte sich ans Werk und erfand so die Brezel.<\/p>\n<p>In Bayern soll die Laugenbreze zuf\u00e4llig erfunden worden sein. Ein M\u00fcnchener B\u00e4cker soll in geistiger Abwesenheit die traditionellen Faschingsbrezen statt mit Zuckerwasser irrt\u00fcmlich mit der Natronlauge bestrichen haben, die sonst f\u00fcr die Reinigung und Desinfektion der Bleche und Arbeitswerkzeuge verwendet wurde. Nachdem der B\u00e4cker die Brezen trotzdem gebacken hatte, bekamen sie die braune Farbe und den so charakteristischen Geschmack. Er lieferte diese Brezen an den K\u00f6niglichen Hof, wo man vom Geschmack der Salzbrezen begeistert war!<\/p>\n<p><strong>Die Brezen sind aber viel \u00e4lter als diese Legenden vermuten lassen.<\/strong> Schon die alten R\u00f6mer verzehrten ein helles ringf\u00f6rmiges Brot bei speziellen Anl\u00e4ssen und Zeremonien.<br \/>\nDie fr\u00fchen Christen \u00fcbernahmen dieses Brot f\u00fcr das Abendmahl und so wurde es der Vorl\u00e4ufer der Hostie. Im Mittelalter wurde das Geb\u00e4ck in den Kl\u00f6stern gebacken und dort in der Fastenzeit gegessen.<\/p>\n<p>Im Laufe der Zeit ver\u00e4nderte das Geb\u00e4ck mehrfach sein Aussehen. Aus dem Ring wurde ein Sechs, dann ein Herz und schlie\u00dflich die kunstvoll geschlungene Brezelform.<\/p>\n<p><strong>Die bekannteste Brezel-Variante ist die Laugenbrezel.<\/strong> Diese Breze besteht aus Weizenmehl, Malz, Salz, Hefe und Wasser und wird vor dem Backen f\u00fcr einige Sekunden in 3-5% ige Natronlauge getaucht. Die Br\u00e4unungsreaktion wird dadurch beschleunigt und die Breze erh\u00e4lt den f\u00fcr das Laugengeb\u00e4ck typische braune F\u00e4rbung und den speziellen Geschmack.<\/p>\n<p><strong>Gar k\u00f6stlich schmeckt die Laugenbrezn zur Brotzeit mit Butteraufstrich, die sogenannte &#8222;Butterbrezn&#8220; und als XL Variante zur Ma\u00df Bier, Hendl und Radi in M\u00fcnchener Bierg\u00e4rten und auf dem Oktoberfest.<\/strong><\/p>\n<p>An Guadn!<br \/>\nAndreas Romani<\/p>\n<p>Foto: <a href=\"http:\/\/www.fotolia.com\/id\/2059426\" title=\"\" alt=\"\">bluesky6867<\/a> &#8211; Fotolia.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Heute will ich aber nicht mit der Anekdote zum Kaiserschmarrn beginnen sondern, in enger Verbundenheit, zu meiner langj\u00e4hrigen bayerischen Heimat mit der Laugenbreze bzw. da &#8222;Brezn&#8220;.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Breze gilt als typisch deutsches Geb\u00e4ck.<br \/>\nImmerhin ist sie seit dem Mittelalter das Zunftzeichen der B\u00e4cker.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5396,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[35],"tags":[134,135,136,137,138],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ideas4hotels.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/763"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ideas4hotels.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ideas4hotels.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ideas4hotels.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ideas4hotels.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=763"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ideas4hotels.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/763\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5742,"href":"https:\/\/ideas4hotels.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/763\/revisions\/5742"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ideas4hotels.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5396"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ideas4hotels.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=763"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ideas4hotels.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=763"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ideas4hotels.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=763"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}