Eric Horster ist Professor für Hospitality Management und eTourism, Blogger und Wissenschaftler. Vor seinem Ruf an die Fachhochschule Westküste und dem Institut für Management und Tourismus (IMT) war er Reiseleiter in Ecuador und Island, Snowboardlehrer in Österreich und der Schweiz, Online-Marketing-Manager bei einem Reiseveranstalter sowie Doktorand an der Leuphana Universität Lüneburg. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte entwickelt er aktuell im digitalen Reputations-, Distributions- und Qualitätsmanagement sowie im Mobile-Marketing.
[…] Aktualisierungen nachträglich geändert, da er bei der Erstveröffentlichung im Gastbeitrag bei ideas4hotels zu falschen Schlüssen in den Kommentaren führte – die aber gleichzeitig eine spannende […]
Lieber Herr Stadler,
vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Es ist auch löblich, dass Sie den Beitrag kritisch hinterfragen. Erlauben Sie mir dies bitte auch zu Ihrem Kommentar:
1. Jede/r hat ihre/seine Aufgaben innerhalb der Community und Gesellschaft. Meine ist es, Wissen zu vermitteln. Dafür ist es für mich elementar, Begrifflichkeiten klar voneinander abzugrenzen. Ich denke, das ist legitim und hat seine Berechtigung. Jedenfalls wäre es schade, wenn Sie mir diese absprechen würden. Aufgrund der Reaktionen habe ich aber auch gemerkt, dass die Differenzierung zwischen direktem und indirektem Vertrieb auch für die Praxis wichtig ist.
2. Die Zahlen dienten mir in diesem Kontext als Rechenbeispiel. Ich hatte bereits im Beitrag verdeutlicht, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht belegbar sind. Das habe ich in den Kommentaren noch einmal betont. Denn es war mir wichtig, dass sie nicht unreflektiert weitergetragen werden. Ich denke, das hat geklappt. Ihre Anmerkung dokumentiert dies ja ebenfalls. Und eigentlich noch mehr: Dadurch entstand (auch dank der Beiträge von Alex Birk) ein differenzierteres Bild, wie man diese Zahlen – sollten sie einem vorgehalten werden – hinterfragen kann. Meiner Meinung nach hat der Beitrag dadurch also sogar gewonnen. Es ist wichtig, dass wir bei solchen aktuellen Themen auch diskutieren und unterschiedlicher Meinung sein können und dürfen. Nur so kommen wir zu einem Erkenntnisgewinn.
3. Die Relevanz des Hotelfinders habe ich nicht infrage gestellt.
4. Ihre Meinung und Argumentation zur HGK teile ich nicht. Das habe ich, denke ich, deutlich gemacht.
Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest!
Viele Grüße
Eric Horster
THOMAS STADLER
“ mich natürlich auch eine andere Relevanz, als für die Praxis “
„Zu den Zahlen: Eigentlich hätte ich die gar nicht anbringen sollen. Denn es fehlt ihnen zum jetzigen Zeitpunkt die Grundlage. Sorry dafür.“
Ich frage mich was bei solchen nachträglichen Kommentaren zum eigenen Blog-Beitrag von so einem Blog-Beitrag zu halten ist.
Nichts gegen Diskussion und auch Kritik – ich selbst sehe u.a. Hotelfinder derzeit noch als einfach nicht einschätzbar – dennoch ist dem Internetgiganten Google hier sicherlich Bedeutung und Relevanz beizumessen.
Zum Direktvertrieb: sofern die „Provisionen“ bei HGK wieder in die Vermarktung des Portals fließen an dem die Hotelies ja auch beteiligt sind, sehe ich hier keine Unterschied zu einem Hotel, das Teile seines Buchungsumsatzes wieder in Marketing für den Direktvertrieb investiert. Bin auch gespannt ob alla roomkey hier auch eine bessere Verhandlungsposition des Hotelzusammenschlusses gegenüber OTAs (Stichwort Provisionsverhandlung) entstehen kann.
Hier noch mal meine Antwort von oben (Facebook Kommentare), da Dein Kommentar hier irgendwie doppelt eingegangen ist:
Hi Alex,
schön, dass Du Dich doch meldest!
Ist schon richtig, dass wir das nicht bis ins Detail diskutieren müssen und das wird dann ja irgendwann auch zur „Haarspalterei“. Grundsätzlich hat das für mich natürlich auch eine andere Relevanz, als für die Praxis – das ist mir schon bewusst. Mir ging es auch eher darum, dass der Begriff (teilweise) für Marketingzwecke instrumentalisiert wird. Und natürlich ist es für mich auch wichtig, solche Dinge zu Strukturieren, um sie dann entsprechend vermitteln zu können – was bei so einem dynamischen Markt immer schwieriger wird…
Zu den Zahlen: Eigentlich hätte ich die gar nicht anbringen sollen. Denn es fehlt ihnen zum jetzigen Zeitpunkt die Grundlage. Sorry dafür. Wäre schön, wenn jemand dazu mal was veröffentlichen würde, was dann auch entsprechend valide ist. Kennst Du da was, oder könnt Ihr da was rausgeben, was nicht zu sensibel ist? Würde mich freuen!
Gruß Eric
Alex Birk
Nur damit ich das jetzt richtig verstehe – jetzt wird also über eine Begrifflichkeit diskutiert, anstatt Zimmer zu verkaufen? 😉
Und aus eigener Erfahrung – die Look to Book hängt bei Google HPA massiv von der Steuerung ab, wie woanders auch. 2% naja – das geht sehr viel besser…
Hi Alex,
schön, dass Du Dich doch meldest!
Ist schon richtig, dass wir das nicht bis ins Detail diskutieren müssen und das wird dann ja irgendwann auch zur "Haarspalterei". Grundsätzlich hat das für mich natürlich auch eine andere Relevanz, als für die Praxis – das ist mir schon bewusst. Mir ging es auch eher darum, dass der Begriff (teilweise) für Marketingzwecke instrumentalisiert wird. Und natürlich ist es für mich auch wichtig, solche Dinge zu Strukturieren, um sie dann entsprechend vermitteln zu können – was bei so einem dynamischen Markt immer schwieriger wird…
Zu den Zahlen: Eigentlich hätte ich die gar nicht anbringen sollen. Denn es fehlt ihnen zum jetzigen Zeitpunkt die Grundlage. Sorry dafür. Wäre schön, wenn jemand dazu mal was veröffentlichen würde, was dann auch entsprechend valide ist. Kennst Du da was, oder könnt Ihr da was rausgeben, was nicht zu sensibel ist? Würde mich freuen!
Gruß Eric
Alex Birk
Ich hatte was zu arbeiten – sorry for delay ;)- Es wird aus meiner Sicht auch in Zukunft die Grundlage für solche Zahlen fehlen, denn da kann ( und sollte ) man keine Pauschalaussage treffen – was aber natürlich trotzdem passieren wird – ;). Das hängt, wie oben schon beschrieben, sehr vom Handling dieser Kanäle ab. Und ich sage mal so – das geht aktuell auch durchaus in 2-stelligen %-Bereichen was die LTB-Ratio angeht.
Stimmt Alex, die Zahlen müssen jeweils im Kontext betrachtet werden. Ein richtiger und wichtiger Hinweis. Und auch durch die ständigen Änderungen von Google werden die Zahlen schwanken. Dennoch wäre es wünschenswert, wenn es Zahlen gäbe, zu denen dann auch der Kontext bekannt ist. Dann könnte man das einordnen. Vielleicht ist es ja Google selbst, die da erste Werte rausgeben…
Alex Birk
Naja, jeder, der Google HPA nutzt, hat ja Zahlen und kann sie entsprechend einordnen bzw. sollte es können 😉
Hehe. Siehst Du, das sagt sich aus der Praxis bzw. für diejenigen, die schon angeschlossen sind so leicht…;)
Alex Birk
Nur damit ich das jetzt richtig verstehe – jetzt wird also über eine Begrifflichkeit diskutiert, anstatt Zimmer zu verkaufen? 😉
Und aus eigener Erfahrung – die Look to Book hängt bei Google HPA massiv von der Steuerung ab, wie woanders auch. 2% naja – das geht sehr viel besser 😉
Danke für den guten Artikel.
Also ich verstehe unter Direktvertrieb, wenn wir selbst eine Buchung über unsere eigenen Seiten (Blog, Website, Facebook, oder über Live Chat) verkaufen. Die meisten "Direktvertriebs Angebote" sind ja meist nichts anderes als Vertriebskanäle die ich bedienen kann oder nicht. Manche müssen die Kröte schlucken und die Provisionen dazu. Mittelfristig führt das aber zu einer totalen Abhängigkeit und Aufgabe der Identität. Irgendwann zählt nur noch der Preis und dann geht die Schere zu. Wir konnten in den letzten 12 Monaten unser Conversion mit Live-Chat und Live-Hilfe um fast 23% steigern. Live-Chat ist eine einfache Möglichkeit Kunden auf der Homepage direkt anzusprechen. 7-10 Gespräche pro Tag x 300 Tage sind eben ca. 2.000 Konversionen. Allerdings ist das mit ein wenig Arbeit verbunden. Auf der anderen Seite sind die Reservierungsmitarbeiter ja sowieso da. Ob die nun das Telefon abheben, wenn es läutet oder sich per Live-Chat um die Kunden kümmern macht ja keinen Unterschied im Arbeitsaufwand.
Vielen Dank für den Input! Das Verständnis zum Direktvertrieb teile ich. Die Idee mit dem Chat ist charmant; muss aber natürlich konsequent bedient werden…
es ist so einfach zu bedienen wie ein Zusätzliches Telefon. Gerne kann ich Ihnen das bei Gelegenheit persönlich vorstellen. Wir müssen auch konsequent schriftliche Anfragen Beantworten, das Telefon abheben, usw. vee24 ist ein zusätzlicher, direkter Vertriebsweg, ohne Provisionen, mit einem sehr kurzfristigen Return on Investment. Darüber hinaus bieten Unternehmen mit vee24 einen Kundenservice der Extraklasse, schon vor der Anreise.
Denise Meyer
Interessante Diskussion! Ich sehe bei beiden Standpunkten für das eine oder andere Hotel gute Argumente! Ich bin der Meinung, dass man einfach gut rechnen muss, finde es aber als Hotelier symphatischer eine gewisse Unabhängigkeit zu behalten und somit den Portalen auch etwas gegen halten zu können denn sonst geht die Kommissionsschraube bis wohin? Wer kann das schon sagen…
Wir setzen auf eigenes Online Marketing und generieren mittlerweile ca. 40% Umsatz über die eigene website. Wir investieren 4% von dem Online direkt Umsatz für das Online Marketing. Wir sind damit recht zufrieden. Bleibt zu hoffen, dass wir das weiterhin schaffen denn die Marktveränderungen sind ja schwindelerregend…Danke Herr Horster für die gut verständliche Zusammenfassung der momentanen Situation!
Danke für Ihren Kommentar und die darin enthaltenen Zahlen. Interessant wird es sicher beim Thema Mobile werden. Dort sind dann wieder erhebliche Kosten bezüglich Umstellung der eigenen Hotelseite, IBE, etc. notwendig. Eins ist sicher: Es bleibt spannend!
Denise Meyer
Das ist richtig aber auch da bereinigt sich der Markt schon von Wucherangeboten…Trotz allem das ist klar es bleibt spannend und rasant! Ihnen einen schönen 2. Advent!
Danke Olaf. Das HGK-Video wurde übrigens gerade gelöscht (warum auch immer). Gibt es aber hier noch mal, falls Du es nicht ohnehin schon gesehen hast: http://youtu.be/tFkoWWRRW3Q
also wir sollten uns mal darauf verständigen das man bei einem Anschluss an den Hotelfinder immer davon redet die eigene Seite anzuschliessen. also andere ist ja absolut hanebüchen. Und wer das in den nächsten Monaten mal eben so anbieten kann bleibt abzuwarten. Und ob sich das vom Aufwand her lohnt ebenfalls.
Aber auch, wenn man die eigene Seite anschließt, dann ist es KEIN Direktvertrieb. Das habe ich ja versucht deutlich zu machen. Es ist nur eine andere Form der Vermittlung. Denn dann zahle ich mit einem anderen Provisionsmodell. Also nicht mehr an HRS und co, sondern einen Teil an den Technologieanbieter, der die Schnittstelle realisiert (in der Regel 0,1% pro Click) und einen weiteren Teil an Google (0,2% pro Click). Das ist der Punkt. Es gibt keinen Direktvertrieb über den Google Hotelfinder! Oder aber ich habe Deinen Kommentar falsch verstanden. Dann sorry. Ist aber trotzdem gut, das noch mal zu betonen 🙂
Ulli Kastner
Hi Eric, bei aller Sympathie – sorry – aber das ist quatsch. wenn eine Buchung über die eigene Seite generiert wird dann ist das Direktvertrieb und die Ausgaben an den Hotelfinder sind "Online Marketing Budget". Genauso wie bei Google Adwords und bei allen sachen die wir über myhotelshop auch verkaufen. Wer nicht Marketing Gelder in die hand nimmt, wird auch keinen Umsatz online machen.
Ich denke was Du meinst ist das man alle marketing Kosten genauso umrechnen kann auf einen "Cost per roomnight", wenn man entsprechend tracked. und dieser cost per roomnight sollte tunlichst unter der provision liegen die ich einem OTA bezahle, sonst überlasse ich lieber dem OTA das Feld auf dem Hotelfinder und zahle hier die Provision, statt den CPC an Google. Darpber habe ich nun auch mal ausführlich geschrieben: https://www.myhotelshop.de/blog/google-hotelfinder-was-ist-dran-am-hype
Und ich muss Dir in einer anderen sache zumindest teilweise widersprechen – Online vertrieb sollte sich langsam aber sicher zur kernkompetenz entwickeln in der Hotellerie, sonst haben wir ein Problem. Man darf den vertrieb nicht anderen überlassen, sonder das Know-how aufbauen und sich unabhängig(er) machen. Wer hier die Flinte ins Korn schmeisst, kann zu machen.
Aber um Dir zuzustimmen: eine HGK Hotelnex ist sicher nicht die Lösung. Und online Kompetenz muss man da eh bezweifeln, denn man kriegt es dort ja noch nicht mal hin das Impressum rechtskonform zu machen – und das ist immerhin einer von 3 prominent klickbaren Link auf der Seite momentan 😉
Moin Ulli, so, jetzt ich wieder 🙂
Also: Seekda, mit der (so nehme ich stark an) die HGK die Anbindinung realisiert, nutzt eine IBE, die sich über die Hotelseite legt und nur "suggeriert", dass man sich auf der Seite befindet. Die Domain ist in dem Moment noch seekda.com. Hat sich das geändert? Wenn nicht, dann ist es keine Direktbuchung. Unabhängig davon bleibt es ein provisionsgebundenes Modell und damit eine Frage der Definition – die wir glaube ich nicht vertiefen müssen.
Bezüglich Online Vertrieb habe ich ja geschrieben: Da gibt es keine pauschale Antwort. Daher kann man auch nicht pauschal sagen: Alle Hotels müssen sich eine Kompetenz darin aufbauen. Natürlich wäre das wünschenswert, aber das ist nicht Pflicht und muss differenziert betrachtet werden. Daher auch hier von meiner Seite: Wiederspruch. Und mal im Ernst: Wenn sich alle eine solche KOmpetenz aufbauen würden, dann bräuchten sie doch Deinen Hotelshop gar nicht mehr – und das wäre schade 🙂 Er macht nämlich einen guten Eindruck (muss ich mich aber noch weiterführend mit beschäftigen).
Lieben Gruß
Eric
29 comments
[…] ideas4hotels / Eric Horster: HGK HotelneX und die Sache mit dem Hotelvertrieb […]
[…] Aktualisierungen nachträglich geändert, da er bei der Erstveröffentlichung im Gastbeitrag bei ideas4hotels zu falschen Schlüssen in den Kommentaren führte – die aber gleichzeitig eine spannende […]
[…] Dieser Artikel von mir wurde erstmalig am 04. Dezember 2012 im Blog von ideas4hotels veröffentlicht. […]
Lieber Herr Stadler,
vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Es ist auch löblich, dass Sie den Beitrag kritisch hinterfragen. Erlauben Sie mir dies bitte auch zu Ihrem Kommentar:
1. Jede/r hat ihre/seine Aufgaben innerhalb der Community und Gesellschaft. Meine ist es, Wissen zu vermitteln. Dafür ist es für mich elementar, Begrifflichkeiten klar voneinander abzugrenzen. Ich denke, das ist legitim und hat seine Berechtigung. Jedenfalls wäre es schade, wenn Sie mir diese absprechen würden. Aufgrund der Reaktionen habe ich aber auch gemerkt, dass die Differenzierung zwischen direktem und indirektem Vertrieb auch für die Praxis wichtig ist.
2. Die Zahlen dienten mir in diesem Kontext als Rechenbeispiel. Ich hatte bereits im Beitrag verdeutlicht, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht belegbar sind. Das habe ich in den Kommentaren noch einmal betont. Denn es war mir wichtig, dass sie nicht unreflektiert weitergetragen werden. Ich denke, das hat geklappt. Ihre Anmerkung dokumentiert dies ja ebenfalls. Und eigentlich noch mehr: Dadurch entstand (auch dank der Beiträge von Alex Birk) ein differenzierteres Bild, wie man diese Zahlen – sollten sie einem vorgehalten werden – hinterfragen kann. Meiner Meinung nach hat der Beitrag dadurch also sogar gewonnen. Es ist wichtig, dass wir bei solchen aktuellen Themen auch diskutieren und unterschiedlicher Meinung sein können und dürfen. Nur so kommen wir zu einem Erkenntnisgewinn.
3. Die Relevanz des Hotelfinders habe ich nicht infrage gestellt.
4. Ihre Meinung und Argumentation zur HGK teile ich nicht. Das habe ich, denke ich, deutlich gemacht.
Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest!
Viele Grüße
Eric Horster
“ mich natürlich auch eine andere Relevanz, als für die Praxis “
„Zu den Zahlen: Eigentlich hätte ich die gar nicht anbringen sollen. Denn es fehlt ihnen zum jetzigen Zeitpunkt die Grundlage. Sorry dafür.“
Ich frage mich was bei solchen nachträglichen Kommentaren zum eigenen Blog-Beitrag von so einem Blog-Beitrag zu halten ist.
Nichts gegen Diskussion und auch Kritik – ich selbst sehe u.a. Hotelfinder derzeit noch als einfach nicht einschätzbar – dennoch ist dem Internetgiganten Google hier sicherlich Bedeutung und Relevanz beizumessen.
Zum Direktvertrieb: sofern die „Provisionen“ bei HGK wieder in die Vermarktung des Portals fließen an dem die Hotelies ja auch beteiligt sind, sehe ich hier keine Unterschied zu einem Hotel, das Teile seines Buchungsumsatzes wieder in Marketing für den Direktvertrieb investiert. Bin auch gespannt ob alla roomkey hier auch eine bessere Verhandlungsposition des Hotelzusammenschlusses gegenüber OTAs (Stichwort Provisionsverhandlung) entstehen kann.
Hier noch mal meine Antwort von oben (Facebook Kommentare), da Dein Kommentar hier irgendwie doppelt eingegangen ist:
Hi Alex,
schön, dass Du Dich doch meldest!
Ist schon richtig, dass wir das nicht bis ins Detail diskutieren müssen und das wird dann ja irgendwann auch zur „Haarspalterei“. Grundsätzlich hat das für mich natürlich auch eine andere Relevanz, als für die Praxis – das ist mir schon bewusst. Mir ging es auch eher darum, dass der Begriff (teilweise) für Marketingzwecke instrumentalisiert wird. Und natürlich ist es für mich auch wichtig, solche Dinge zu Strukturieren, um sie dann entsprechend vermitteln zu können – was bei so einem dynamischen Markt immer schwieriger wird…
Zu den Zahlen: Eigentlich hätte ich die gar nicht anbringen sollen. Denn es fehlt ihnen zum jetzigen Zeitpunkt die Grundlage. Sorry dafür. Wäre schön, wenn jemand dazu mal was veröffentlichen würde, was dann auch entsprechend valide ist. Kennst Du da was, oder könnt Ihr da was rausgeben, was nicht zu sensibel ist? Würde mich freuen!
Gruß Eric
Nur damit ich das jetzt richtig verstehe – jetzt wird also über eine Begrifflichkeit diskutiert, anstatt Zimmer zu verkaufen? 😉
Und aus eigener Erfahrung – die Look to Book hängt bei Google HPA massiv von der Steuerung ab, wie woanders auch. 2% naja – das geht sehr viel besser…
Hi Alex,
schön, dass Du Dich doch meldest!
Ist schon richtig, dass wir das nicht bis ins Detail diskutieren müssen und das wird dann ja irgendwann auch zur "Haarspalterei". Grundsätzlich hat das für mich natürlich auch eine andere Relevanz, als für die Praxis – das ist mir schon bewusst. Mir ging es auch eher darum, dass der Begriff (teilweise) für Marketingzwecke instrumentalisiert wird. Und natürlich ist es für mich auch wichtig, solche Dinge zu Strukturieren, um sie dann entsprechend vermitteln zu können – was bei so einem dynamischen Markt immer schwieriger wird…
Zu den Zahlen: Eigentlich hätte ich die gar nicht anbringen sollen. Denn es fehlt ihnen zum jetzigen Zeitpunkt die Grundlage. Sorry dafür. Wäre schön, wenn jemand dazu mal was veröffentlichen würde, was dann auch entsprechend valide ist. Kennst Du da was, oder könnt Ihr da was rausgeben, was nicht zu sensibel ist? Würde mich freuen!
Gruß Eric
Ich hatte was zu arbeiten – sorry for delay ;)- Es wird aus meiner Sicht auch in Zukunft die Grundlage für solche Zahlen fehlen, denn da kann ( und sollte ) man keine Pauschalaussage treffen – was aber natürlich trotzdem passieren wird – ;). Das hängt, wie oben schon beschrieben, sehr vom Handling dieser Kanäle ab. Und ich sage mal so – das geht aktuell auch durchaus in 2-stelligen %-Bereichen was die LTB-Ratio angeht.
Stimmt Alex, die Zahlen müssen jeweils im Kontext betrachtet werden. Ein richtiger und wichtiger Hinweis. Und auch durch die ständigen Änderungen von Google werden die Zahlen schwanken. Dennoch wäre es wünschenswert, wenn es Zahlen gäbe, zu denen dann auch der Kontext bekannt ist. Dann könnte man das einordnen. Vielleicht ist es ja Google selbst, die da erste Werte rausgeben…
Naja, jeder, der Google HPA nutzt, hat ja Zahlen und kann sie entsprechend einordnen bzw. sollte es können 😉
Hehe. Siehst Du, das sagt sich aus der Praxis bzw. für diejenigen, die schon angeschlossen sind so leicht…;)
Nur damit ich das jetzt richtig verstehe – jetzt wird also über eine Begrifflichkeit diskutiert, anstatt Zimmer zu verkaufen? 😉
Und aus eigener Erfahrung – die Look to Book hängt bei Google HPA massiv von der Steuerung ab, wie woanders auch. 2% naja – das geht sehr viel besser 😉
wobei look to book von 2% bei Google sehr hoch erscheint!
Das sind so die Zahlen, die ich gelesen habe. Dazu gabs aber nie eine Quelle. Hast Du Quellen zu Daten? Wäre spannend…
Danke für den guten Artikel.
Also ich verstehe unter Direktvertrieb, wenn wir selbst eine Buchung über unsere eigenen Seiten (Blog, Website, Facebook, oder über Live Chat) verkaufen. Die meisten "Direktvertriebs Angebote" sind ja meist nichts anderes als Vertriebskanäle die ich bedienen kann oder nicht. Manche müssen die Kröte schlucken und die Provisionen dazu. Mittelfristig führt das aber zu einer totalen Abhängigkeit und Aufgabe der Identität. Irgendwann zählt nur noch der Preis und dann geht die Schere zu. Wir konnten in den letzten 12 Monaten unser Conversion mit Live-Chat und Live-Hilfe um fast 23% steigern. Live-Chat ist eine einfache Möglichkeit Kunden auf der Homepage direkt anzusprechen. 7-10 Gespräche pro Tag x 300 Tage sind eben ca. 2.000 Konversionen. Allerdings ist das mit ein wenig Arbeit verbunden. Auf der anderen Seite sind die Reservierungsmitarbeiter ja sowieso da. Ob die nun das Telefon abheben, wenn es läutet oder sich per Live-Chat um die Kunden kümmern macht ja keinen Unterschied im Arbeitsaufwand.
Vielen Dank für den Input! Das Verständnis zum Direktvertrieb teile ich. Die Idee mit dem Chat ist charmant; muss aber natürlich konsequent bedient werden…
es ist so einfach zu bedienen wie ein Zusätzliches Telefon. Gerne kann ich Ihnen das bei Gelegenheit persönlich vorstellen. Wir müssen auch konsequent schriftliche Anfragen Beantworten, das Telefon abheben, usw. vee24 ist ein zusätzlicher, direkter Vertriebsweg, ohne Provisionen, mit einem sehr kurzfristigen Return on Investment. Darüber hinaus bieten Unternehmen mit vee24 einen Kundenservice der Extraklasse, schon vor der Anreise.
Interessante Diskussion! Ich sehe bei beiden Standpunkten für das eine oder andere Hotel gute Argumente! Ich bin der Meinung, dass man einfach gut rechnen muss, finde es aber als Hotelier symphatischer eine gewisse Unabhängigkeit zu behalten und somit den Portalen auch etwas gegen halten zu können denn sonst geht die Kommissionsschraube bis wohin? Wer kann das schon sagen…
Wir setzen auf eigenes Online Marketing und generieren mittlerweile ca. 40% Umsatz über die eigene website. Wir investieren 4% von dem Online direkt Umsatz für das Online Marketing. Wir sind damit recht zufrieden. Bleibt zu hoffen, dass wir das weiterhin schaffen denn die Marktveränderungen sind ja schwindelerregend…Danke Herr Horster für die gut verständliche Zusammenfassung der momentanen Situation!
Danke für Ihren Kommentar und die darin enthaltenen Zahlen. Interessant wird es sicher beim Thema Mobile werden. Dort sind dann wieder erhebliche Kosten bezüglich Umstellung der eigenen Hotelseite, IBE, etc. notwendig. Eins ist sicher: Es bleibt spannend!
Das ist richtig aber auch da bereinigt sich der Markt schon von Wucherangeboten…Trotz allem das ist klar es bleibt spannend und rasant! Ihnen einen schönen 2. Advent!
Den wünsche ich Ihnen auch 🙂
Klasse Beitrag!
das hast Du gut geschrieben – Eric 🙂
Danke Olaf. Das HGK-Video wurde übrigens gerade gelöscht (warum auch immer). Gibt es aber hier noch mal, falls Du es nicht ohnehin schon gesehen hast: http://youtu.be/tFkoWWRRW3Q
also wir sollten uns mal darauf verständigen das man bei einem Anschluss an den Hotelfinder immer davon redet die eigene Seite anzuschliessen. also andere ist ja absolut hanebüchen. Und wer das in den nächsten Monaten mal eben so anbieten kann bleibt abzuwarten. Und ob sich das vom Aufwand her lohnt ebenfalls.
Aber auch, wenn man die eigene Seite anschließt, dann ist es KEIN Direktvertrieb. Das habe ich ja versucht deutlich zu machen. Es ist nur eine andere Form der Vermittlung. Denn dann zahle ich mit einem anderen Provisionsmodell. Also nicht mehr an HRS und co, sondern einen Teil an den Technologieanbieter, der die Schnittstelle realisiert (in der Regel 0,1% pro Click) und einen weiteren Teil an Google (0,2% pro Click). Das ist der Punkt. Es gibt keinen Direktvertrieb über den Google Hotelfinder! Oder aber ich habe Deinen Kommentar falsch verstanden. Dann sorry. Ist aber trotzdem gut, das noch mal zu betonen 🙂
Hi Eric, bei aller Sympathie – sorry – aber das ist quatsch. wenn eine Buchung über die eigene Seite generiert wird dann ist das Direktvertrieb und die Ausgaben an den Hotelfinder sind "Online Marketing Budget". Genauso wie bei Google Adwords und bei allen sachen die wir über myhotelshop auch verkaufen. Wer nicht Marketing Gelder in die hand nimmt, wird auch keinen Umsatz online machen.
Ich denke was Du meinst ist das man alle marketing Kosten genauso umrechnen kann auf einen "Cost per roomnight", wenn man entsprechend tracked. und dieser cost per roomnight sollte tunlichst unter der provision liegen die ich einem OTA bezahle, sonst überlasse ich lieber dem OTA das Feld auf dem Hotelfinder und zahle hier die Provision, statt den CPC an Google. Darpber habe ich nun auch mal ausführlich geschrieben: https://www.myhotelshop.de/blog/google-hotelfinder-was-ist-dran-am-hype
Und ich muss Dir in einer anderen sache zumindest teilweise widersprechen – Online vertrieb sollte sich langsam aber sicher zur kernkompetenz entwickeln in der Hotellerie, sonst haben wir ein Problem. Man darf den vertrieb nicht anderen überlassen, sonder das Know-how aufbauen und sich unabhängig(er) machen. Wer hier die Flinte ins Korn schmeisst, kann zu machen.
Aber um Dir zuzustimmen: eine HGK Hotelnex ist sicher nicht die Lösung. Und online Kompetenz muss man da eh bezweifeln, denn man kriegt es dort ja noch nicht mal hin das Impressum rechtskonform zu machen – und das ist immerhin einer von 3 prominent klickbaren Link auf der Seite momentan 😉
Moin Ulli, so, jetzt ich wieder 🙂
Also: Seekda, mit der (so nehme ich stark an) die HGK die Anbindinung realisiert, nutzt eine IBE, die sich über die Hotelseite legt und nur "suggeriert", dass man sich auf der Seite befindet. Die Domain ist in dem Moment noch seekda.com. Hat sich das geändert? Wenn nicht, dann ist es keine Direktbuchung. Unabhängig davon bleibt es ein provisionsgebundenes Modell und damit eine Frage der Definition – die wir glaube ich nicht vertiefen müssen.
Bezüglich Online Vertrieb habe ich ja geschrieben: Da gibt es keine pauschale Antwort. Daher kann man auch nicht pauschal sagen: Alle Hotels müssen sich eine Kompetenz darin aufbauen. Natürlich wäre das wünschenswert, aber das ist nicht Pflicht und muss differenziert betrachtet werden. Daher auch hier von meiner Seite: Wiederspruch. Und mal im Ernst: Wenn sich alle eine solche KOmpetenz aufbauen würden, dann bräuchten sie doch Deinen Hotelshop gar nicht mehr – und das wäre schade 🙂 Er macht nämlich einen guten Eindruck (muss ich mich aber noch weiterführend mit beschäftigen).
Lieben Gruß
Eric